In eigener SacheLiebe Leserin, lieber Leser, Im März 1997 startete die erste Ausgabe des FORUM NEUE LÄNDER mit ganzen acht Seiten. Im September 2008 gab es mit 160 Seiten das dickste Heft in der FORUM-Geschichte. Schon diese zwei Zahlen illustrieren eine Erfolgsgeschichte. 1997 war es ein kleines Wagnis. Was sollte - sieben Jahre nach der glücklichen Einigung von Volk, Staat und Nation - eine Kommunalzeitschrift nur für Ostdeutschland? Die Legitimität einer kommunalen Publikation mit dem Schwerpunkt auf den neuen Ländern wurde aber schon nach wenigen Ausgaben kaum noch in Zweifel gezogen. Hohe Qualität der kommunalwirtschaftlichen Betätigung - das ist auch ein Beitrag zur Stärkung des Standortes Ostdeutschland. Wenn die Leistungskraft dort gesamtdeutsches Niveau erreicht hat - derzeit liegt sie um ein Drittel unter dem westdeutschen Stand - dann rückt das die Länder und die Menschen noch enger zusammen. Und dann werden auch die Termini von den alten und den neuen Ländern aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Dazu hat das FORUM NEUE LÄNDER seinen Beitrag geleistet. Auf diesem Wege ist es immer mehr zu einer gesamtdeutschen Kommunalzeitschrift geworden. Dem tragen wir mit dem modifizierten Titel UNTERNEHMERIN KOMMUNE + FORUM NEUE LÄNDER ab der Dezemberausgabe 2009 Rechnung. Wir erfüllen damit auch weiterhin eine integrative Funktion. Die kommunale Familie aus allen Teilen Deutschlands ist schon jetzt eng zusammengerückt. Das Miteinander aber wird und muss noch viel intensiver werden. Die Kommunen werden unter der sich zuspitzenden Schieflage der öffentlichen Finanzen am meisten zu leiden hat. Wer am Ende der Verteilungskette steht - übrigens vollkommen zu Unrecht, denn die Steuerkraft liegt in den Kommunen - hat am Mangel am stärksten zu leiden. Unideologisch, fachorientiert - mit diesen „alten" Prämissen „beackert" nun auch die „neue" UNTERNEHMERIN KOMMUNE + FORUM NEUE LÄNDER eines der wichtigsten kommunalen Felder: die kommunalwirtschaftliche Betätigung. Unter vielerlei Aspekten wird deren Bedeutung strategisch zunehmen. Dieser Entwicklung tragen wir mit einem hohen Anspruch an die Qualität unserer Berichterstattung Rechnung. Mit dieser Intention werden wir noch intensiver den Erfahrungsaustausch in der kommunalen Familie fördern. Zum Beispiel mit dem neuen „Dialog Kommunalwirtschaft". Veranstaltungen unter diesem Motto, jeweils auf Ebene eines Bundeslandes, sollen dazu beitragen, die Komplexität kommunalwirtschaftlicher Betätigung ins politische Bewusstsein zu rücken. Ob Wohnungswirtschaft, Krankenhäuser, Wasser oder Energie - der Austausch mit der Landespolitik muss auch horizontal geführt werden. Kooperationen von Krankenhäusern werden vom archaischen Örtlichkeitsprinzip in vielen Fällen genauso behindert, wie die interkommunale Zusammenarbeit von Wohnungsgesellschaften oder Stadtwerken. Dr. Michael Schäfer |

