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Schaefer Kommunalwirtschaft 72dpi

Ziele und Ergebnisse von Rekommunalisierungen mit dem Schwerpunkt Rentabilität

Gemeinsame Studie von UNTERNEHMERIN KOMMUNE und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Erstmals vorgestellt am 16. Mai 2017 in Berlin.

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Termine und Ankündigungen

28.11. bis 29.11.2017 6. VKU-IT-Konferenz Bonn


28.11. bis 29.11.2017 Zukunftsforum Energiewende - den Wandel aktiv gestalten Kassel


07.12. bis 08.12.2017 Intraday-Handel Strom: Wachstumstreiber Digitalisierung und Automatisierung Frankfurt am Main


12.12. bis 13.12.2017 Sektorenkopplung: Wärmewende jetzt! Köln


10.01. bis 13.01.2018 Deubaukom Essen 


23.01. bis 25.01.2018 25. Handelsblatt-Jahrestagung: Energiewirtschaft 2018 Berlin


06.02. bis 08.02.2018 E-world energy & water Essen


16.02. bis 19.02.2018 bautec 2018 Berlin


20.02.2018 Forum für kleinere und mittlere Stadtwerke Osnabrück


13.03. bis 14.03.2018 BREKO Glasfasermesse Frankfurt am Main


18.03. bis 23.03.2018 Light+Building 2018 Frankfurt am Main


07.04. bis 10.04.2018 RENEXPO Augsburg


10.04. bis 11.04.2018 Offshore Wind Conference Hamburg


10.04. bis 13.04.2018 IFH/Intherm 2018 Nürnberg


14.05. bis 18.05.2018 IFAT Entsorga München


11.06. bis 15.06.2018 ACHEMA mit Themen zur Wasseraufbereitung Frankfurt am Main

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UNTERNEHMERIN KOMMUNE - Fachzeitschrift für kommunalwirtschaftliches Handeln

„Höre nie auf, quer zu denken!“

Haseloff Reiner Dr SA 72dpiInterview mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff

Dies ist das nunmehr sechste Interview seit 2008, das wir mit Dr. Reiner Haseloff als Landeschef und zuvor als Wirtschaftsminister führen. Wir wenden uns deshalb gern und oft nach Magdeburg, weil sich  Dr. Reiner Haseloff in kommunalen und kommunalwirtschaftlichen Themen besonders gut auskennt. Die kommunale Kompetenz hat im konkreten Fall ganz sicher etwas mit der Vita des Ministerpräsidenten zu tun: Dr. Reiner Haseloff war zwei Jahre – von 1990 bis 1992 – stellvertretender Landrat im Landkreis Wittenberg und danach bis 2002 Direktor des Arbeitsamts Wittenberg. Von den dort gesammelten kommunalen Erfahrungen profitiert das Miteinander von Land und Kommunen in Sachsen-Anhalt.

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Heterogene Parteienlandschaft

EuropaischesParlamentEU-weit wachsen Dynamik und Vielfalt der demokratischen Willensbildung – aus unserer Serie „Statistik kommunal“

Es macht ein wenig Mühe, auszudifferenzieren, welche Relevanz die parteipolitische Repräsentation in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für die deutschen Kommunen haben soll. Und in anderen Zeiten wäre es vielleicht wirklich zu weit hergeholt, den Wahlen in Irland, Zypern, Bulgarien, Luxemburg und anderswo eine kommunale Bewandtnis zuzumessen. Es macht ein wenig Mühe, auszudifferenzieren, welche Relevanz die parteipolitische Repräsentation in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union für die deutschen Kommunen haben soll. Und in anderen Zeiten wäre es vielleicht wirklich zu weit hergeholt, den Wahlen in Irland, Zypern, Bulgarien, Luxemburg und anderswo eine kommunale Bewandtnis zuzumessen. Seit der europäischen Finanzkrise und mit den Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre ist jedoch etwas aufgebrochen in der europäischen Familie. Erstmals hat sich ein unabhängiger Mitgliedsstaat für einen Austritt entschieden. Und zwar kein unbedeutender, sondern die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU, die fünftgrößte der Welt und ein ständiges Mitglied im EU-Sicherheitsrat. Doch nicht nur im Vereinigten Königreich sind die EU-Skeptiker auf dem Vormarsch, auch in Frankreich, Polen, den Niederlanden, Österreich und Ungarn votieren starke politische Strömungen für eine Rückkehr in den nationalen Rahmen. Die Tatsache, dass bei den zurückliegenden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Österreich, den Niederlanden und in Frankreich keine Radikalen an die Macht gekommen sind, sollte keinesfalls als endgültige Rettung missverstanden werden. Schließlich sei in Erinnerung gerufen, dass sowohl Norbert Hofer, als auch Geert Wilders und Marine Le Pen im Vergleich zu den vorangegangenen Wahlen deutlich zulegen konnten. Daraus ergibt sich die kommunale Relevanz. Die EU befindet sich in einer – teils selbstverschuldeten – aber in jedem Falle existenziellen Krise und diese manifestiert sich insbesondere in den Wahlen zu den nationalen Parlamenten. Eine Fortführung dieses politischen Projektes ist für die deutschen Kommunen von immenser Bedeutung und deshalb wollen wir mit dem aktuellen Beitrag eine Übersicht zu den aktuellen politischen Verteilungen in den Mitgliedsstaaten schaffen.

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Vom Ausstieg aus der Atomkraft und dem Einstieg in die Zukunft

Trittin Jürgen Grüne MdB 72dpiEin Beitrag von Jürgen Trittin, Bundesumweltminister a.D. und Mitglied des Deutschen Bundestages

Jürgen Trittin zählt zu den Urgesteinen der Deutschen Politik. 1998 war er in der ersten rot-grünen Bundesregierung und nach der Wiederwahl bis 2005 verantwortlich für die Bereiche Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In diesem Amt leitete er einen Paradigmenwechsel in der deutschen Umwelt- und auch in der Energiepolitik ein. Ein Meilenstein war die „Fachtagung Energiewende“ im Jahre 2002, auf die der Begriff Energiewende in seinem heutigen Verständnis zurückgeführt werden kann. Jürgen Trittin repräsentiert damit wie kaum ein Zweiter das dritte Jubiläum, welches wir in unserer aktuellen Ausgabe „begehen“. Im Folgenden blickt der ehemalige Bundesumweltminister und aktuell recht einflussreiche Sondierer zurück auf die Anfänge der Energiewende und endet mit einem ersten Zwischenfazit.

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Es gibt einen Marktdruck für Verbundlösungen

Riechel Michael Thuega 72dpiInterview mit Michael Riechel, Vorstandsvorsitzender Thüga AG, München

Das folgende Interview mit Michael Riechel, Vorstandsvorsitzender der Thüga AG, ist der Auftaktbeitrag zum zweiten Teil unseres großen Titelthemas, mit dem wir an gleich drei Jubiläen von energiepolitischen Entscheidungen erinnern, die zu Recht das Attribut „historisch“ verdienen. Dieser zweite Schwerpunkt betrifft 20 Jahre Liberalisierung des Energiemarktes, und er hat unter mehreren Aspekten einen so engen Bezug zur Thüga, dass es geradezu zwingend ist, gleich zu Beginn den Vorstandschef des deutschlandweit größten und wichtigsten kommunalwirtschaftlichen Netzwerkes zu Wort kommen zu lassen.

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Regulierung, Innovation und Kooperation

DSC04152 72dpiRoundtable-Gespräch vom 19. Oktober in Pirmasens

Im Jahre 1997 leitete eine Direktive der Europäischen Kommission eine weitere entscheidende Wende für die kommunale Versorgungswirtschaft ein. Der Strom- und später auch der Gasmarkt sollten liberalisiert werden, um auf diese Weise die bestehenden Effizienzpotentiale noch besser auszuschöpfen und für einen innovativen Wettbewerb zu sorgen. Den kommunalen Versorgern wurde in diesem Zusammenhang nicht weniger als das flächendeckende Scheitern vorausgesagt. Dass es anders gekommen ist, wissen wir nun und so hielt sich unser Roundtable-Gespräch nur kurz in der Vergangenheit auf. Diskutiert wurde vielmehr, wie und unter welchen Rahmenbedingungen eine im Wettbewerb gestärkte kommunale Versorgungswirtschaft noch besser im Sinne der Bürger und Kunden vor Ort wirken kann. Die Stichworte waren Regulierung, Demografie, Kooperationen, Energiewende und Infrastruktur. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung unserer Gesprächsrunde vom 19. Oktober in Pirmasens. Gekommen waren Oberbürgermeister, Bürgermeister und Stadtwerke-Geschäftsführer aus der Pfalz und aus Baden.

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Ein heterogener Verband für ein komplexes System

Kapferer Stefan BDEW 72dpiInterview mit Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Die Energiewende wird häufig in ihrer Dimension mit der deutschen Wiedervereinigung verglichen. Ob dies in allen Facetten zutrifft, ist eher ein Thema akademischer Erörterungen. Aus einer gesellschaftspolitischen Perspektive ist aber unstrittig, dass es hinsichtlich der Komplexität der Aufgabe, des gebotenen Überganges in einen neuen „Aggregatzustand“ und der langfristigen zeitlichen Verläufe Parallelen gibt, die es rechtfertigen, beide historischen Aufgaben in einem Atemzug zu nennen. Was man aus dem Einigungsprozess für die Energiewende lernen kann und was eine wie auch immer zusammengesetzte neue Bundesregierung bei der Gestaltung dieser Aufgabe besser machen muss, waren Themen des Gespräches, das wir am 23. November 2017 mit Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung der Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft führten.

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Strikt getrennt oder geschickt vernetzt?

LünenWerkRemondisRedaktionsgespräch am 25. Oktober in Lünen

Daseinsvorsorgeinfrastrukturen. Schon der Begriff impliziert eine existentielle Dimension. Und genau deshalb braucht es eine gesellschaftspolitische Debatte darüber, wer der Eigentümer sein muss. Ist es der Staat in Gänze, sind es differenzierter der Bund, die Länder, die Kommunen? Was ist mit den Netzen, was mit dem Betrieb? Und was gehört überhaupt zur Daseinsvorsorge?Daseinsvorsorgeinfrastrukturen. Schon der Begriff impliziert eine existentielle Dimension. Und genau deshalb braucht es eine gesellschaftspolitische Debatte darüber, wer der Eigentümer sein muss. Ist es der Staat in Gänze, sind es differenzierter der Bund, die Länder, die Kommunen? Was ist mit den Netzen, was mit dem Betrieb? Und was gehört überhaupt zur Daseinsvorsorge?Eine umfassende gesellschaftliche Debatte ist dringend notwendig und wir freuen uns, dass der Vorstandschef und Miteigentümer des größten deutschen Familienunternehmens bereit war, einen solchen Impuls zu setzen. Ludger Rethmann zur Seite standen Manager aus fast allen Sparten des Daseinsvorsorge-Verbundes REMONDIS.Für UNTERNEHMERIN KOMMUNE diskutierten der Herausgeber, Dr. Michael Schäfer, Professor für Kommunalwirtschaft an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), und der Chefredakteur Falk Schäfer. Die Runde traf sich am 26. Oktober in Lünen, dem Hauptsitz von REMONDIS.

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Erprobte Allianz mit zunehmender Bedeutung

IMG 5606 72dpiInterview mit Hans-Joachim Herrmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Wittenberg, und mit Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG -Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft

Hans-Joachim Herrmann gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den ostdeutschen Führungskräften, die den Weg der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft am längsten begleitet und das Unternehmen auch am nachhaltigsten mitgeprägt haben. Er ist der Gründungsgeschäftsführer der Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH. Dieses 1991 gegründete Unternehmen war das erste in Ostdeutschland, das mit der VNG  1992 einen Erdgasliefervertrag abschloss. Hans-Joachim Herrmann ist seit 2009 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH. Dort sind die Aktien gebündelt – insgesamt 21,58 Prozent - die von acht ostdeutschen Stadtwerken an der VNG gehalten werden. Hans-Joachim Herrmann gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den ostdeutschen Führungskräften, die den Weg der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft am längsten begleitet und das Unternehmen auch am nachhaltigsten mitgeprägt haben. Er ist der Gründungsgeschäftsführer der Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH. Dieses 1991 gegründete Unternehmen war das erste in Ostdeutschland, das mit der VNG  1992 einen Erdgasliefervertrag abschloss. Hans-Joachim Herrmann ist seit 2009 Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH. Dort sind die Aktien gebündelt – insgesamt 21,58 Prozent - die von acht ostdeutschen Stadtwerken an der VNG gehalten werden. Im Jahr 2016 wurde Ulf Heitmüller zum Vorstandsvorsitzenden dieses Leipziger Unternehmens bestellt. Hier der Mann, der quasi von der ersten Stunde als „Kommunaler“ bei der VNG dabei ist, da der „Neue“ an der Spitze des Leipziger Unternehmens, der sich in diversen Führungspositionen in großen Konzernen große Energiekompetenz im deutschen und internationalen Maßstab erworben hat.

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Noch immer ein Entwicklungsland

RedFort 72dpiAus unserer Serie „Blick über den Gartenzaun“

Indien hat die Volksrepublik China mittlerweile eingeholt. Beide Staaten weisen eine Einwohnerzahl zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden auf. Nach Vorhersagen der Vereinten Nationen wird Indien innerhalb der kommenden fünf Jahre zum bevölkerungsreichsten Land der Welt avancieren. Der Subkontinent liegt strategisch äußerst prominent zwischen China, Südostasien, Iran und dem arabischen Raum und beherbergt eine der ältesten Kulturnationen weltweit. In der öffentlichen Wahrnehmung hierzulande erreicht Indien aber nicht ansatzweise jene Aufmerksamkeit, die dem nordöstlichen Nachbarn China zuteilwird. Tatsächlich ist die chinesische Volkswirtschaft fünfmal größer und damit umgerechnet auf die Pro-Kopf-Verteilung auch fünfmal produktiver. Dennoch gehört Indien zu den sieben stärksten Wirtschaftsnationen, es ist die größte Demokratie der Welt und war in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Impulsgeber für das globale Wirtschaftswachstum. Indien hat die Volksrepublik China mittlerweile eingeholt. Beide Staaten weisen eine Einwohnerzahl zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden auf. Nach Vorhersagen der Vereinten Nationen wird Indien innerhalb der kommenden fünf Jahre zum bevölkerungsreichsten Land der Welt avancieren. Der Subkontinent liegt strategisch äußerst prominent zwischen China, Südostasien, Iran und dem arabischen Raum und beherbergt eine der ältesten Kulturnationen weltweit. In der öffentlichen Wahrnehmung hierzulande erreicht Indien aber nicht ansatzweise jene Aufmerksamkeit, die dem nordöstlichen Nachbarn China zuteilwird. Tatsächlich ist die chinesische Volkswirtschaft fünfmal größer und damit umgerechnet auf die Pro-Kopf-Verteilung auch fünfmal produktiver. Dennoch gehört Indien zu den sieben stärksten Wirtschaftsnationen, es ist die größte Demokratie der Welt und war in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Impulsgeber für das globale Wirtschaftswachstum. Daneben kommt der Republik eine zentrale sicherheitspolitische Bedeutung zu. Es ist eine vergleichsweise stabile Demokratie in einem äußerst fragilen Großraum. Die vielfältigen Grenzstreitigkeiten mit China haben sich beruhigt, deutlich gefährlicher muten die andauernden Muskelspiele zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan an. Und auch innerhalb des Landes können ethnische und religiöse Konflikte jederzeit aufbrechen. Grund genug, um uns beim Blick über den Gartenzaun der bald größten Nation der Welt zuzuwenden.

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Der Kampf ums eigene Stadtwerk

VolkskammerDeMaiziere 72dpiDer ostdeutsche Energiemarkt ist geprägt durch den Dualismus aus Regionalversorgern und Stadtwerken.

Die Transformation einer maroden DDR-Planwirtschaft in ein bundesdeutsch reguliertes und marktwirtschaftlich dominiertes Umfeld geschah in der Hochphase einer radikal wirtschaftsliberalen Privatisierungsideologie. Es galt das Motto „privat vor Staat“ und umgekehrt erhielt der Neoliberalismus seinen Auftrieb durch den zeitgleichen Zusammenbruch nahezu sämtlicher planwirtschaftlicher Versuche. Es nimmt zwar kaum Wunder, dass die öffentlich-kommunale Wirtschaft in einem solchen Umfeld nur wenig Unterstützung erfuhr, nichtdestotrotz sahen die nunmehr mündigen Bürger der DDR in der kommunalen Gestaltungskraft ein Wesensmerkmal einer funktionierenden Demokratie. Die ostdeutschen Kommunen hätten nie die notwendige Kraft für das beeindruckende politische, gesellschaftliche und infrastrukturelle Aufbauwerk der Nachwendejahre erlangt, wenn sie sich gegen die Bevormundung der westdeutschen Energiekonzerne sowie der von dieser Seite maßgeblich beeinflussten Bonner Wirtschaftspolitik nicht zur Wehr gesetzt hätten. Die Transformation einer maroden DDR-Planwirtschaft in ein bundesdeutsch reguliertes und marktwirtschaftlich dominiertes Umfeld geschah in der Hochphase einer radikal wirtschaftsliberalen Privatisierungsideologie. Es galt das Motto „privat vor Staat“ und umgekehrt erhielt der Neoliberalismus seinen Auftrieb durch den zeitgleichen Zusammenbruch nahezu sämtlicher planwirtschaftlicher Versuche. Es nimmt zwar kaum Wunder, dass die öffentlich-kommunale Wirtschaft in einem solchen Umfeld nur wenig Unterstützung erfuhr, nichtdestotrotz sahen die nunmehr mündigen Bürger der DDR in der kommunalen Gestaltungskraft ein Wesensmerkmal einer funktionierenden Demokratie. Die ostdeutschen Kommunen hätten nie die notwendige Kraft für das beeindruckende politische, gesellschaftliche und infrastrukturelle Aufbauwerk der Nachwendejahre erlangt, wenn sie sich gegen die Bevormundung der westdeutschen Energiekonzerne sowie der von dieser Seite maßgeblich beeinflussten Bonner Wirtschaftspolitik nicht zur Wehr gesetzt hätten. UNTERNEHMERIN KOMMUNE schaut zurück auf die Anfänge der ostdeutschen kommunalen Energiewirtschaft und wie sie wurde, was sie heute ist – ein Ankerpunkt für den regionalen Mittelstand, für Innovation, für sichere Arbeitsplätze, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für potente Kommunen.

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Was wäre wenn?

DSC04090 72dpiRoundtable-Gespräch am 11. Oktober in Rudolstadt

Kontrafaktische Geschichte – das ist ein äußerst umstrittener Zweig der Geschichtswissenschaften. Dessen ist sich UNTERNEHMERIN KOMMUNE bewusst. Hätte, hätte, Fahrradkette, hätte ein weithin in Vergessenheit geratener SPD-Kanzlerkandidat vielleicht gesagt. Vielleicht aber auch nicht. Doch weil wir kein Fachjournal der Geschichtswissenschaften sind, machen wir es ausnahmsweise trotzdem. Und zwar deshalb, weil wir in dieser Ausgabe ein für den Gegenstand unserer Berichterstattung zentrales Ereignis feiern. Weil kommunale Wirtschaft in den Neuen Bundesländern zu einem wesentlichen Pfeiler der regionalen Wirtschaftsstruktur avanciert ist. Und weil wir Männer der ersten Stunde am Tisch versammeln konnten, die den Aufbau- und Konsolidierungsprozess der ostdeutschen Kommunen von der Deutschen Einheit bis heute mitgeprägt haben.Kontrafaktische Geschichte – das ist ein äußerst umstrittener Zweig der Geschichtswissenschaften. Dessen ist sich UNTERNEHMERIN KOMMUNE bewusst. Hätte, hätte, Fahrradkette, hätte ein weithin in Vergessenheit geratener SPD-Kanzlerkandidat vielleicht gesagt. Vielleicht aber auch nicht. Doch weil wir kein Fachjournal der Geschichtswissenschaften sind, machen wir es ausnahmsweise trotzdem. Und zwar deshalb, weil wir in dieser Ausgabe ein für den Gegenstand unserer Berichterstattung zentrales Ereignis feiern. Weil kommunale Wirtschaft in den Neuen Bundesländern zu einem wesentlichen Pfeiler der regionalen Wirtschaftsstruktur avanciert ist. Und weil wir Männer der ersten Stunde am Tisch versammeln konnten, die den Aufbau- und Konsolidierungsprozess der ostdeutschen Kommunen von der Deutschen Einheit bis heute mitgeprägt haben.Also was wäre wenn? Wenn der Stromvergleich nicht stattgefunden hätte und die Kommunen in Ostdeutschland nicht in der Lage gewesen wären, ihr Eigentum an Anlagen und Netzen zurück zu erstreiten. Lesen Sie im Folgenden unser Roundtable-Gespräch zu 25. Jahren Stromstreit. Die Runde traf sich am 11. Oktober im Rudolstädter Rathaus.

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Weltmusik in Rudolstadt

BühneHeidecksburg 72dpiInterview mit Jörg Reichl, Bürgermeister von Rudolstadt und Petra Rottschalk, Fachdienstleiterin Kultur, Jugend, Tourismus und Sport in der Rudolstädter Stadtverwaltung

Das „Rudolstadt-Festival“, zuvor Tanz&FolkFest und TFF Rudolstadt, seit 2016 Rudolstadt-Festival ist das größte Roots-Folk-Weltmusik-Festival Deutschlands. Es findet jährlich im thüringischen Rudolstadt am ersten vollständigen Juli-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag statt. Zugleich ist das Festival eines der bedeutendsten und größten Weltmusikfestivals Europas. 2017 wurde mit 100.000 Gästen ein neuer Besucherrekord erreicht. Das „Rudolstadt-Festival“, zuvor Tanz&FolkFest und TFF Rudolstadt, seit 2016 Rudolstadt-Festival ist das größte Roots-Folk-Weltmusik-Festival Deutschlands. Es findet jährlich im thüringischen Rudolstadt am ersten vollständigen Juli-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag statt. Zugleich ist das Festival eines der bedeutendsten und größten Weltmusikfestivals Europas. 2017 wurde mit 100.000 Gästen ein neuer Besucherrekord erreicht. Dies im Stenogramm – denn obwohl die Familie der Weltmusik- und Folkfans sich derzeit in einem ungeahnten Tempo vergrößert, können wir nicht erwarten, dass schon jeder unserer Leser von der legendär zu nennenden Veranstaltung im thüringischen Rudolstadt gehört hat. Das „Rudolstadt Festival“ findet auch deshalb in einer kommunalwirtschaftlichen Fachzeitschrift statt, weil es nicht nur ein faszinierendes und einmaliges Kulturereignis ist, sondern auch Teil der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt. Unter beiden Aspekten gehört das Thema ins Blatt. Lesen Sie, was Jörg Reichl und Petra Rottschalk bei unserem Gespräch am 11. Oktober zu sagen hatten.

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Übernachtungen stabil, Preise und Auslastung steigen

Wittenberg Lutherstadt 72dpiInsgesamt positive Entwicklung auf dem ostdeutschen Tourismusmarkt

Von der pommerschen Boddenküste bis in die Rhön, von der Lübecker Bucht zum Zittauer Gebirge bieten die ostdeutschen Bundesländer eine Vielzahl von pittoresken Landschaften und kulturellen Highlights. In dieser Hinsicht haben die vergangenen 27 Jahre nach der Deutschen Einheit tatsächlich blühende Landschaften zutage gefördert. Angesichts des zeitgleich abgelaufenen Strukturwandels avancierte der Tourismus immer stärker zu einem wesentlichen Wachstumsmotor für die ostdeutsche Wirtschaft. Die vielfältigen Angebote, die in den verschiedenen Regionen Gäste anziehen sollen, sind daneben durchaus geeignet, die Attraktivität und die Lebensqualität für die Bewohner vor Ort zu steigern. An einigen wenigen Orten Ostdeutschlands stellt sich aber auch die Frage nach den Grenzen eines allzu intensiven Besucherandrangs.Von der pommerschen Boddenküste bis in die Rhön, von der Lübecker Bucht zum Zittauer Gebirge bieten die ostdeutschen Bundesländer eine Vielzahl von pittoresken Landschaften und kulturellen Highlights. In dieser Hinsicht haben die vergangenen 27 Jahre nach der Deutschen Einheit tatsächlich blühende Landschaften zutage gefördert. Angesichts des zeitgleich abgelaufenen Strukturwandels avancierte der Tourismus immer stärker zu einem wesentlichen Wachstumsmotor für die ostdeutsche Wirtschaft. Die vielfältigen Angebote, die in den verschiedenen Regionen Gäste anziehen sollen, sind daneben durchaus geeignet, die Attraktivität und die Lebensqualität für die Bewohner vor Ort zu steigern. An einigen wenigen Orten Ostdeutschlands stellt sich aber auch die Frage nach den Grenzen eines allzu intensiven Besucherandrangs.Die ostdeutschen Sparkassen stehen den Kommunen in der Region seit Jahrzehnten mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, geeignete Strategien für die Wachstumsbranche Tourismus zu entwickeln. Nicht zuletzt dank dieses Engagements konnte sich Ostdeutschland zu einer der attraktivsten Reiseregionen der Bundesrepublik entwickeln. Das Sparkassen-Tourismusbarometer bietet jährlich regional abgestimmte Marktanalysen, Trends und Prognosen. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der diesjährigen Studie.

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Mit Brecht, Stanislawski und einem ostdeutschen Rektor die erfolgreichste in Deutschland

image001 72dpiInterview mit Prof. Dr. Wolfgang Engler, von 2005 bis Ende September 2017 Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“

Wer unsere Zeitschrift langjährig und aufmerksam verfolgt, kann sich erinnern, dass wir in den zurückliegenden Jahren drei von Prof. Dr. Englers wichtigsten und viel beachteten Bücher – „Die Ostdeutschen“, „Die Ostdeutschen als Avantgarde“ und „Lüge als Prinzip“ – vorgestellt haben. Und natürlich gibt’s auch einen direkten kommunalen Bezug. Denn Kultur und Kunst sind ganz wesentliche Säulen der Daseinsvorsorge. Und die Hochschule Ernst Busch ist die renommierteste Schauspielschule ganz Deutschlands.

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45.000 neue Ladepunkte bis 2020

Ebling Michael VKU 72dpiVon Michael Ebling, Präsident des VKU und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Mainz

Die E-Mobilität begleitet uns thematisch in diesem Jahr schon länger. Sie hält sich hartnäckig in den Medien. Droht das Thema abzuflachen, kommt der nächste Dieselgipfel oder ein weiteres Kapitel im Abgasskandal. Wer kann, versucht auf den Zug aufzuspringen: E-Mobilität verspricht, ein neues Verkaufsargument zu werden. Ob Versandapotheke, Ikea oder Deutsche Post: Sie alle setzen auf alternative Antriebe und vermarkten ihre „grüne“ Ausrichtung.

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Signifikanter Fortschritt

Möller Norbert BM Waren 72dpiInterview mit Norbert Möller, Bürgermeister von Waren (Müritz)

Die Infrastrukturen der Daseinsvorsorge waren 2016 Jahresthema in UNTERNEHMERIN KOMMUNE. Nicht zuletzt aufgrund der großen Resonanz auf unsere Berichterstattung und der weiterhin hohen politischen Dynamik in diesem Themenfeld haben wir auch in diesem Jahr den Fokus gesetzt auf die Entwicklung der kommunalen Versorgungsstrukturen. Schnelles Internet spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Es ist zwar eine Binsenweisheit, dass in einer hochvernetzten Gesellschaft leistungsfähiges Breitband eine Kernvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität darstellt, doch angesichts eines eher schleppenden Ausbaus verdient dieser Zusammenhang nach wie vor Erwähnung. Nicht zuletzt deshalb, weil die vom Bund im Rahmen seines Förderprogramms bereitgestellten Mittel eher zögerlich abgerufen werden, widmen wir uns weiter Projekten, die im Rahmen von kommunalen Gebietskörperschaften realisiert werden. Dabei haben wir natürlich auch die Aktivitäten der großen Telekommunikationsanbieter im Blick. Die Infrastrukturen der Daseinsvorsorge waren 2016 Jahresthema in UNTERNEHMERIN KOMMUNE. Nicht zuletzt aufgrund der großen Resonanz auf unsere Berichterstattung und der weiterhin hohen politischen Dynamik in diesem Themenfeld haben wir auch in diesem Jahr den Fokus gesetzt auf die Entwicklung der kommunalen Versorgungsstrukturen. Schnelles Internet spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Es ist zwar eine Binsenweisheit, dass in einer hochvernetzten Gesellschaft leistungsfähiges Breitband eine Kernvoraussetzung für wirtschaftliche Prosperität darstellt, doch angesichts eines eher schleppenden Ausbaus verdient dieser Zusammenhang nach wie vor Erwähnung. Nicht zuletzt deshalb, weil die vom Bund im Rahmen seines Förderprogramms bereitgestellten Mittel eher zögerlich abgerufen werden, widmen wir uns weiter Projekten, die im Rahmen von kommunalen Gebietskörperschaften realisiert werden. Dabei haben wir natürlich auch die Aktivitäten der großen Telekommunikationsanbieter im Blick. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit Bürgermeister Norbert Möller. In seiner Stadt Waren (Müritz) sind im vergangenen Jahr tausende Haushalte an ein leistungsfähiges Breitbandnetz angeschlossen worden.

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„Regionale Stadtwerke-Bündnisse gewinnen enorm an Bedeutung“

Küper Bernward Naumburg OB 72dpiInterview mit Bernward Küper, Oberbürgermeister der Stadt Naumburg und Mitglied der Koordinierungsgruppe des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE)

Bei der Konstituierung des Verbundnetz für kommunale Energie im Juni 2003 fragten wir einfach spontan ins Auditorium und innerhalb ganz weniger Minuten war die Mannschaft für die VfkE-Koordinierungsgruppe komplett – zehn Kommunalpolitiker aus allen fünf ostdeutschen Ländern. Aufgabe der Koordinierungsgruppe ist es, die entscheidenden Impulse zu den Themen und Inhalten zu setzen, die im „Verbundnetz für kommunale Energie“ diskutiert werden. Zu denen, die nach einigen Jahren den Staffelstab übernahmen, gehört der Oberbürgermeister der Stadt Naumburg (Sachsen-Anhalt), Bernward Küper. Wir trafen ihn am 27. Oktober zum Interview im Rathaus der Domstadt.

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Eine kommunale Konstante

VNG Hauptsitz 72dpiDie VNG – Verbundnetz Gas AG im Wandel von sechs Jahrzehnten

Die VNG – Verbundnetz Gas AG ist ein wirtschaftlicher Leuchtturm in und für Ostdeutschland, nicht zuletzt deshalb, weil sie ganz erheblich zur regionalen Wertschöpfung sowie zum Steueraufkommen in der Region beiträgt. Die VNG – Verbundnetz Gas AG ist ein wirtschaftlicher Leuchtturm in und für Ostdeutschland, nicht zuletzt deshalb, weil sie ganz erheblich zur regionalen Wertschöpfung sowie zum Steueraufkommen in der Region beiträgt. Die VNG steht aber auch spiegelbildlich für die besonderen Strukturen und die komplexen Herausforderungen in der ostdeutschen Energiewirtschaft. Sie war ein wesentliches Element der zentralistischen Versorgungsstrukturen in der DDR, konnte sich nach Wende und Einheit in Rekordzeit modernisieren, hat Portfolio, Umsatz und Kundenspektrum seitdem beständig erweitert, erlebte mehrere Umstrukturierungen, verfügt  aber gleichzeitig über eine kommunale Konstante. Lesen Sie im Folgenden einen Abriss aus der wechselvollen Geschichte des nach Hauptsitz und Umsatzzahlen größten ostdeutschen Unternehmens.

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Kämpferisch und konstruktiv

haseloff schäfer wust heitmüller 2016 11 30 9999 14 72dpiDas Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) versteht sich seit mittlerweile 14 Jahren als Plattform für die spezifischen Interessen der ostdeutschen Kommunen

Das Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) hat sich im Jahre 2003 konstituiert. Ziel war es, einen Beitrag zu einer möglichst optimalen Ausrichtung kommunalwirtschaftlicher Aktivitäten in Ostdeutschland zu leisten. Dem lag die Prämisse zugrunde, dass sich die Neuen Bundesländer nach wie vor in wesentlichen Strukturdaten vom Alt-Bundesgebiet unterscheiden. Das Verbundnetz für kommunale Energie (VfkE) hat sich im Jahre 2003 konstituiert. Ziel war es, einen Beitrag zu einer möglichst optimalen Ausrichtung kommunalwirtschaftlicher Aktivitäten in Ostdeutschland zu leisten. Dem lag die Prämisse zugrunde, dass sich die Neuen Bundesländer nach wie vor in wesentlichen Strukturdaten vom Alt-Bundesgebiet unterscheiden. Die Plattform hat sich bis heute zum erfolgreichsten kommunalpolitischen Forum Ostdeutschlands gemausert. Vielfältige Studien und die regelmäßigen Veranstaltungen lieferten zahlreiche Impulse, wie sich aktuelle und grundsätzliche Herausforderungen der kommunalen Familie bewältigen lassen. Insbesondere in dieser Hinsicht war und ist das VfkE äußerst wirkungsstark. Im Folgenden sollen die Entwicklungsschritte dieses einzigartigen Forums skizziert werden und die Gründe, warum es weiterhin unverzichtbar ist.

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Ein Mann der ersten Stunde

Rauner Manfred VfkE 72dpiInterview mit Manfred Rauner, Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels a.D. und Gründungsmitglied der Koordinierungsgruppe des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE)

Am 30. Juni 2003 begann mit der Auftaktveranstaltung in der „Waldsiedlung“ in Bernau die Erfolgsgeschichte des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE). Sehr rasch etablierte sich danach das VfkE zum wichtigsten Diskussionsforum der Kommunalwirtschaft in den Neuen Bundesländern.Am 30. Juni 2003 begann mit der Auftaktveranstaltung in der „Waldsiedlung“ in Bernau die Erfolgsgeschichte des „Verbundnetz für kommunale Energie“ (VfkE). Sehr rasch etablierte sich danach das VfkE zum wichtigsten Diskussionsforum der Kommunalwirtschaft in den Neuen Bundesländern.Entwickelt wurde dieses Projekt von einer kleinen Gruppe ostdeutscher Oberbürgermeister im Dialog mit den „Machern“ der einzigen in Ostdeutschland erscheinenden kommunalwirtschaftlichen Fachzeitschrift, dem FORUM NEUE LÄNDER (heute UNTERNEHMERIN KOMMUNE). Zu den Kommunalpolitikern, die am Werden und vor allem am Wachsen des VfkE maßgeblich beteiligt waren, gehörte Manfred Rauner. Er war als Oberbürgermeister der Stadt Weißenfels einer der Ideengeber, nahm folgerichtig an der Konstituierung des VfkE im denkmalgeschützten Areal der früheren DDR-Politbürosiedlung teil und gehörte zu den zehn Gründungsmitgliedern der VfkE-Koordinierungsgruppe, die vom Auftakt bis heute die inhaltlichen Weichen für die Debatten und den Erfahrungsaustausch dieses Forums stellte. UNTERNEHMERIN KOMMUNE sprach mit ihm über den Start und die Entwicklung des VfkE, und diskutierte auch die Frage, welche Rolle diese Plattform bei der weiteren kommunalen Ausgestaltung der Energiewende spielen muss.

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Kommunalwirtschaftliche Netzwerke und die Daseinsvorsorge im 21. Jahrhundert

W 3703 00043 72dpiErstmals hält mit Bodo Ramelow ein Thüringer Ministerpräsident das Impulsreferat des Forum Kommunalwirtschaft Thüringen

Die anstehende Gebietsreform muss die Belange der Kommunalwirtschaft stärker als bisher in den Fokus nehmen. „Die Neugliederung von Kreisen, Städten und Gemeinden wird nicht ohne Auswirkungen für die Stadtwerke im Land bleiben“, so der Sprecher des „Forum Kommunalwirtschaft Thüringen“, Jörg Reichl. Bei einer Veranstaltung dieses Diskussionsforums  trafen sich am 31. August rund 70 Mitglieder des Thüringer Landtags, Kommunalpolitiker und leitende Mitarbeiter aus der Kommunalwirtschaft und erörterten mit Ministerpräsident Bodo Ramelow die Situation und die Perspektiven der Thüringer Kommunalwirtschaft.

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Über eine Wette und ob  die Energiewende ins Straucheln kommt?

Herdt Horst SW Magdeburg 72dpiInterview mit Helmut Herdt, Vorsitzender der Landesgruppe Sachsen-Anhalt des Verbands Kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) und Geschäftsführer der Städtischen Werke Magdeburg GmbH & Co. KG

Mit dem Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahre 2010 hat sich erstmals auch eine bürgerliche Koalition auf verbindliche Energieziele festlegen können. So sollten Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gemindert und der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im gleichen Zeitraum auf mindestens 35 Prozent gesteigert werden. Schon heute ist absehbar, dass zumindest die Treibhausgasreduktion nicht im erwünschten Maße gelingen wird. Und auch andere Klimaziele wie die Senkung des Primärenergieverbrauchs, des Wärmebedarfs an Gebäuden oder des Endenergieverbrauchs im Verkehr sind gefährdet. Der Ausbau der Netzinfrastruktur stockt, der Atomausstieg bleibt ein deutscher Sonderweg und überall im Land regt sich Widerstand gegen geplante Windparks. Nach all den hehren Visionen scheint die Energiewende nun im Hier und Jetzt angekommen zu sein. Mit dem Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahre 2010 hat sich erstmals auch eine bürgerliche Koalition auf verbindliche Energieziele festlegen können. So sollten Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gemindert und der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch im gleichen Zeitraum auf mindestens 35 Prozent gesteigert werden. Schon heute ist absehbar, dass zumindest die Treibhausgasreduktion nicht im erwünschten Maße gelingen wird. Und auch andere Klimaziele wie die Senkung des Primärenergieverbrauchs, des Wärmebedarfs an Gebäuden oder des Endenergieverbrauchs im Verkehr sind gefährdet. Der Ausbau der Netzinfrastruktur stockt, der Atomausstieg bleibt ein deutscher Sonderweg und überall im Land regt sich Widerstand gegen geplante Windparks. Nach all den hehren Visionen scheint die Energiewende nun im Hier und Jetzt angekommen zu sein. UNTERNEHMERIN KOMMUNE sprach mit Helmut Herdt über Erreichtes und Verfehltes, über die Rolle der Kommunen und über wechselnde Prioritäten in der öffentlichen Debatte. Der Jurist ist Sprecher der Geschäftsführung eines der größten ostdeutschen Stadtwerke und Vorsitzender der VKU-Landesgruppe in Sachsen-Anhalt.

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Mit hoher Qualität zu mehr Übernachtungen

SchlossNeuhardenberg 72dpiDas Qualitätssiegel ServiceQualität Deutschland (SQD)

Brandenburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Wachstumsmotor des ostdeutschen und auch des gesamtdeutschen Tourismus entwickelt. Seit 2005 verzeichnet das Land kontinuierliche Zuwächse. Nach der BUGA 2015 im Havelland war kaum zu erwarten, dass sich die Nachfrage nochmals steigern lässt. Es ist dennoch gelungen. Auch 2016 gab es mit annähernd drei Prozent ein signifikantes Plus bei den Übernachtungen. Kein einziges deutsches Flächenland kann ein derart nachhaltiges Wachstum vorweisen. Und auch die Renditen haben sich spürbar positiv entwickelt, sodass der Tourismussektor in Brandenburg vergleichsweise stabil ist und einen wesentlichen Anteil zur Gesamtwirtschaftsleistung beiträgt. Brandenburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Wachstumsmotor des ostdeutschen und auch des gesamtdeutschen Tourismus entwickelt. Seit 2005 verzeichnet das Land kontinuierliche Zuwächse. Nach der BUGA 2015 im Havelland war kaum zu erwarten, dass sich die Nachfrage nochmals steigern lässt. Es ist dennoch gelungen. Auch 2016 gab es mit annähernd drei Prozent ein signifikantes Plus bei den Übernachtungen. Kein einziges deutsches Flächenland kann ein derart nachhaltiges Wachstum vorweisen. Und auch die Renditen haben sich spürbar positiv entwickelt, sodass der Tourismussektor in Brandenburg vergleichsweise stabil ist und einen wesentlichen Anteil zur Gesamtwirtschaftsleistung beiträgt. All dies wirkt sich äußerst positiv auf den Arbeitsmarkt und auch auf die Steuerkraft aus. Zudem konnten die Investitionen in die verkehrliche, die touristische und die kulturelle Infrastruktur auch die Lebensqualität der vor Ort lebenden Menschen verbessern. Die Tourismusförderung im Land Brandenburg scheint also zu greifen. Hervorzuheben ist, dass nahezu alle relevanten Akteure sich seit Jahren offensiv zum Tourismusstandort Brandenburg bekennen und sich seinen Potentialen widmen. Ein Beispiel für die enge Verschränkung relevanter Institutionen und Verbände ist die Tourismusakademie Brandenburg (TAB). Deren Aufgabe ist es, im Sinne einer Qualitätsstrategie die Anforderungen an Qualität und Service für den Tourismus in Brandenburg zu identifizieren, Maßnahmen des Qualitätsmanagements zu konzipieren und die qualitative Entwicklung der touristischen Produkte und Dienstleistungen landesweit zu unterstützen.  Der wirtschaftliche Erfolg zeigt, dass dies die richtige Prämisse zur richtigen Zeit war.

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Effiziente Arbeitsteilung über administrative Grenzen

Foto Spreebogenpark zugeschnitten 72dpiInterview mit Peggy Hertner, Leiterin Straßenreinigung der Berliner Stadtreinigung (BSR) und Andreas Thürmer, Leiter des Vorstandsbüros

Berlin gehört zu den grünsten Metropolen in Europa, ja sogar weltweit – 2.750 Grün-, Park- und Erholungsanlagen, darunter 650 solitäre Spielplätze, insgesamt rund 6.000 Hektar Grünflächen. Hinzu kommen 16.000 Hektar Wald in und am Rande der Stadt. Diese grüne „Infrastruktur“ als Grundlage für Erholung, Gesundheit, Sport und Spiel, aber auch für gute Luft, wird von immer mehr Menschen genutzt und damit auch deutlich stärker beansprucht. Allein von 2015 bis Mitte 2017 wuchs die Einwohnerzahl von 3,52 Millionen auf 3,69 Millionen. Tendenz weiter deutlich steigend. Hinzu kommen jährlich rund 12,5 Millionen Touristen. Berlin gehört zu den grünsten Metropolen in Europa, ja sogar weltweit – 2.750 Grün-, Park- und Erholungsanlagen, darunter 650 solitäre Spielplätze, insgesamt rund 6.000 Hektar Grünflächen. Hinzu kommen 16.000 Hektar Wald in und am Rande der Stadt. Diese grüne „Infrastruktur“ als Grundlage für Erholung, Gesundheit, Sport und Spiel, aber auch für gute Luft, wird von immer mehr Menschen genutzt und damit auch deutlich stärker beansprucht. Allein von 2015 bis Mitte 2017 wuchs die Einwohnerzahl von 3,52 Millionen auf 3,69 Millionen. Tendenz weiter deutlich steigend. Hinzu kommen jährlich rund 12,5 Millionen Touristen. Dass mit dem Wachsen der Stadt auch die Ressourcen für die Daseinsvorsorge ausgebaut werden müssen, liegt auf der Hand. Für die Stadtreinigung ist in Berlin die BSR zuständig. Für die Grünflächenpflege  hingegen sind es die Bezirke und die dortigen Straßen- und Grünflächenämter. Diese sind inzwischen auch sehr stark mit der Reinigung befasst. Deshalb gab es in Berlin die Idee, der BSR die Zuständigkeit für die Reinigung der Grünflächen zu übertragen. Dazu wurden  2015 bzw. 2016 zwei Pilotprojekte auf den Weg gebracht. Gegenstand: die BSR reinigt eine stark frequentierte Waldfläche in einem Forstrevier des Landesforstamtes und zwölf Parks, verteilt in ganz Berlin. Dieser „Großversuch“ läuft bis Ende 2017. Über beide Pilotprojekte sprachen wir mit Peggy Hertner, Leiterin der Straßenreinigung und Andreas Thürmer, Leiter des Vorstandsbüros.

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„Wir wollen aber keine Lex Kommunalwirtschaft schreiben“

DSC 0840a 72dpiInterview mit Dr. Reinhard Richter, Sprecher der Geschäftsführung der DREWAG Stadtwerke Dresden, und Helmut Preuße, Geschäftsführer Stadtwerke Schwedt Interview mit Dr. Reinhard Richter, Sprecher der Geschäftsführung der DREWAG Stadtwerke Dresden, und Helmut Preuße, Geschäftsführer Stadtwerke Schwedt

Das dreigeteilte Titelthema in dieser Ausgabe von UNTERNEHMERIN KOMMUNE war zunächst dem von uns „entdeckten“ Zufall geschuldet, dass wir für drei energiepolitische Weichenstellungen, die man ohne Übertreibung als historisch bezeichnen kann, im Jahr 2017 ein rundes Jubiläum begehen können. Wir haben – das ist konzeptionell auch gar nicht anders zu machen – jedes dieser Daten zunächst solitär zum Gegenstand unserer Bestandsaufnahmen, Analysen und Dispute gemacht. Dabei wissend, dass es zwischen diesen Prozesses vielfältige Interaktionen und auch Bedingtheiten gibt. Zur Illustration nur ein Beispiel: Die kommunalen Energieversorger könnten ihre aktive, ja sogar Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Energiewende gar nicht spielen, wenn sie ohne die Liberalisierung weiter ihr vormaliges Dasein im Dunstkreis des eigenen Kirchturms fristen würden. Denn mit dem Beginn des Marktzeitalters sind sie nicht etwa wie von vielen prophezeit gestorben, sondern haben eine ungeahnte Vitalität entwickelt. Sie sind schneller, sie sind innovativer, sie sind beweglicher als die großen Tanker ihrer Branche. Das dreigeteilte Titelthema in dieser Ausgabe von UNTERNEHMERIN KOMMUNE war zunächst dem von uns „entdeckten“ Zufall geschuldet, dass wir für drei energiepolitische Weichenstellungen, die man ohne Übertreibung als historisch bezeichnen kann, im Jahr 2017 ein rundes Jubiläum begehen können. Wir haben – das ist konzeptionell auch gar nicht anders zu machen – jedes dieser Daten zunächst solitär zum Gegenstand unserer Bestandsaufnahmen, Analysen und Dispute gemacht. Dabei wissend, dass es zwischen diesen Prozesses vielfältige Interaktionen und auch Bedingtheiten gibt. Zur Illustration nur ein Beispiel: Die kommunalen Energieversorger könnten ihre aktive, ja sogar Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Energiewende gar nicht spielen, wenn sie ohne die Liberalisierung weiter ihr vormaliges Dasein im Dunstkreis des eigenen Kirchturms fristen würden. Denn mit dem Beginn des Marktzeitalters sind sie nicht etwa wie von vielen prophezeit gestorben, sondern haben eine ungeahnte Vitalität entwickelt. Sie sind schneller, sie sind innovativer, sie sind beweglicher als die großen Tanker ihrer Branche. Deshalb war es für uns folgerichtig, dass wir das Fazit zu unserem großen Titelthema in dieser Ausgabe mit zwei Männern ziehen, die seit Jahrzehnten auf der Kommandobrücke ihrer Unternehmen stehen. Von dieser Position aus haben sie die komplexen Prozesse mitgestaltet, für die diese drei energiepolitischen Jubiläen auch symbolhaft stehen. Zu unserem Interview trafen wir uns am 17. Oktober in Dresden im Haus der DREWAG.

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Vom Stromvergleich zur Sektorkopplung – Welche Geschäftsfelder sind heute für Stadtwerke interessant?

StadtwerkeVon Rechtsanwalt Dr. Boris Scholtka und Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kneuper, PricewaterhouseCoopers Legal AG

In diesem Herbst blicken viele Kommunen mit Stolz auf den vor 25 Jahren geschlossenen Stromvergleich zurück. Der Vergleich war die Grundlage für die Entstehung von weit über 100 Stadtwerken in den Neuen Ländern. Inzwischen jedoch steht das „Geschäftsmodell Stadtwerk“ auf dem Prüfstand. Energiewende und Digitalisierung zwingen die Unternehmen zu einer grundlegenden Neuorientierung. Zugleich besteht der Trend zur Rekommunalisierung ungebrochen fort. Die Kommunen haben ein Interesse daran, den Wandel der Energieversorgung als Gesellschafter eines eigenen örtlichen Unternehmens mitgestalten zu können. Das funktioniert aber nur, wenn die damit verbundenen Investitionen weiterhin auskömmliche Erträge ermöglichen. Es stellt sich die Frage, welche energiewirtschaftlichen Geschäftsfelder Stadtwerke heute besetzen sollten, um beiden Anforderungen gerecht werden zu können.

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Kommunale Gemeinschaft für mehr Klimaschutz

KEENLogo Final 72dpiInitiator und Koordinator ist die Energie Mark Brandenburg (EMB)

Der effiziente Umgang mit Energie gilt als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Was Gewerbe und Industrie vormachen, wollen nun auch Kommunen schaffen: Im Verbund werden Kompetenzen gebündelt, Erfahrungen ausgetauscht und mit Hilfe von Experten Energieverbräuche, Energiekosten sowie CO2-Emissionen gesenkt. Über eine Initiative im Land Brandenburg berichtet der nachfolgende Beitrag.

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Mit Energie zu schnellem Internet

Brenner Jens Erdgas Mittelsachsen 72dpiRegionalversorger aus Sachsen-Anhalt zwischen Herausforderungen und Chancen

Die Hauptlast für die Schaffung der Infrastruktur für schnelles Internet liegt trotz der monetären Unterstützung weiter bei den Kommunen. Deshalb setzen wir auch 2017 in UNTERNEHMERIN KOMMUNE die Berichterstattung darüber fort, wie der Daseinsvorsorgeauftrag Breitbandversorgung erfüllt wird. Über Stadtwerke, die sich dieser Aufgabe erfolgreich annehmen, haben wir an dieser Stelle mehrfach berichtet. Dass sich auch ein Regionalversorger engagiert und sogar ohne Förderung ins Risiko geht, haben wir erst kürzlich vom Geschäftsführer der Erdgas Mittelsachsen GmbH, Jens Brenner, erfahren. Da dieses Vorgehen für diese Gattung von Energieversorgern eher selten ist, haben wir Herrn Brenner um nähere Informationen gebeten. Lesen Sie dazu bitte das folgende Interview.

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Besser als erwartet

OSV HjBPK 17 72dpiDeutlich wachsende Nachfrage nach Unternehmenskrediten, aber sinkende Zinserträge

Mit dem anhaltend schwierigen regulatorischen und zinspolitischen Umfeld verbanden sich noch im Februar dieses Jahres eher pessimistische Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung der OSV-Sparkassen. Tatsächlich waren die Zahlen nun doch besser als eingangs prognostiziert. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der halbjährlichen Bilanzpressekonferenz des Ostdeutschen Sparkassenverbandes am 29. August in Berlin.

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Professionelle Internetauftritte für Firmen aus der Uckermark, Barnim, Oberhavel, Brandenburg und Berlin

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